Verfahren

Während der Herstellung (Bohren) ist das Bohrloch ständig mit Bohrspülung gefüllt. Für die Bohrlochzementation wird eine Zementschlämme durch die Bohrlochverrohrung bis zum tiefsten Punkt und wieder aufwärts in den Ringraum zwischen Gesteinsformation (Bohrlochwandung) und Verrohrung gepumpt. Dabei wird die Bohrspülung durch die Zementschlämme verdrängt. Eine Vermischung zwischen beiden Suspensionen wird im Rohr üblicherweise durch Gummistopfen verhindert. Die Fließstrecke für die Zementsuspension bis zur vorgesehenen Stelle der Erhärtung im Ringraum kann bei tiefen Bohrungen mehrere Kilometer betragen.

In Kombination mit hohen Temperaturen (T) und hydrostatischen Drücken (p) müssen die Eigenschaften der Zementschlämme gezielt mit bestimmten, häufig sehr teuren Zusatzmitteln auf die aktuellen Bohrlochbedingungen eingestellt werden. Tiefbohrzement bildet die Hauptkomponente solcher Zementschlämme. Wichtige Zusatzmittel sind u.a. Verflüssiger (Rheologie), Verzögerer (Versteifungszeit) sowie Wasserbinder (Reduzierung Filtratverluste).

Nahezu jede Bohrung weist unterschiedliche pT- und Fließbedingungen auf. Diese komplexen und häufig extremen Anwendungsbedingungen erfordern eine sorgfältige und gleichmäßige Einstellung der Tiefbohrzement-Eigenschaften (spezielles Dyckerhoff Know-how).

Nur dadurch ist eine zielsichere und auf den Praxiseinsatz übertragbare Labor-Einstellung der Zementschlammeigenschaften (Tiefbohrzement + Zusatzmittel) möglich.

Durch die Verwendung von sehr gleichmäßigen Zementen kann der Prüfaufwand deutlich verringert werden (Voraussetzung: Verwendung von Zusatzmitteln aus derselben Herstellungscharge).