Bodenbehandlung

Baumaßnahme

Bodenbehandlung

Aufgabe

Als vorbereitende Maßnahme sind im Verkehrsflächenbau oftmals Bodenbehandlungen erforderlich. Damit kann im Falle überfeuchteter und/oder wenig tragfähiger Böden ein wesentlich kostenintensiverer Bodenaustausch vermieden werden. Für Bodenbehandlungsmaßnahmen werden je nach Anwendungsziel hydraulisch abbindende Baustoffe auf Kalk- bzw. Zementbasis allein oder in Kombination eingesetzt. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen drei Maßnahmen:

Bodenverbesserungen:
sind Verfahren zur Verbesserung der Einbaufähigkeit und Verdichtbarkeit von Böden und zur Erleichterung der Ausführung von Bauarbeiten. Bodenverbesserungen können durch Zugabe von Bindemitteln oder von anderen geeigneten Baustoffen erzielt werden.

Bodenverfestigungen:
sind Verfahren, bei denen die Widerstandsfähigkeit des Bodens gegen Beanspruchungen durch Verkehr und Klima durch die Zugabe von Bindemitteln erhöht wird. Dadurch wird der Boden dauerhaft tragfähig und frostsicher.

Qualifizierte Bodenverbesserungen:
sind Bodenverbesserungen mit erhöhten Anforderungen, z. B. hinsichtlich des Frosts- und Tragfähigkeitsverhaltens.*)

*)FGSV Merkblatt über Bodenverfestigungen und Bodenverbesserungen mit Bindemittel, 2004

Verfahren

Bei Bodenverbesserung und -verfestigung unterscheidet man zwischen dem Baumischverfahren (mixed-in-place) und dem Zentralmischverfahren (mixed-in-plant). Die Entscheidung hängt im Wesentlichen von der Objektgröße und den Randbdingungen der Baustelle ab. Die Dosiermengen werden durch Proctorversuche im Rahmen von Eignungsprüfungen ermittelt.

Baumischverfahren:
ist die für die meisten Anwendungen gängige Arbeitsweise, wobei das Bindemittel dosiert auf der Fläche mittels Streufahrzeug ausgebracht und anschließend, ggfs. unter Wasserzugabe, durch Fräsen in den Boden eingearbeitet wird. Anschließend erfolgt die Verdichtung der behandelten Fläche.

Zentralmischverfahren:
Diese Arbeitsweise ist durch die Bodentransporte zur Mischanlage in der Regel teurer als das Bausmischverfahren. Der zu behandelnde Boden wird zusammen mit Bindemittel, ggfs. unter Wasserzugabe, in einer geeigneten Mischanlage homogenisiert, anschließend eingebaut und verdichtet.

Produkte

Dyckerhoff bietet für die Bodenbehandlung neben Normzementen speziell aufbereitete, variabel einstellbare Mischprodukte aus hydraulischen Bindemittel- und Kalkkomponenten an.

Dyckerhoff Bodenbinder entsteht aus der Mischung von Zement mit ausgewählten feinteiligen puzzolanischen Füll- und Mineralstoffen und wird überwiegend zur Bodenverfestigung eingesetzt.

Dyckerhoff VARILITH® ist ein Produktsystem aus Zement und hydraulischen Kalkkomponenten, das in der Regel zur Verbesserung überfeuchteter Böden zum Einsatz kommt. Der Bindemittelanteil trägt zur dauerhaften Erhöhung von Standfestigkeit und Frostsicherheit bei.

PECTACRETE® ist ein hydrophobierter Spezialzement zur dauerhaften Verbesserung von Böden, der weitgehend unabhängig von Witterungsbedingungen verarbeitet werden kann. PECTACRETE® entfaltet seine Bindemitteleigenschaften erst nach mechanischer Einwirkung in Verbindung mit Wasser.

Dokumente

Datenblatt VARILITH®
Dyckerhoff Baustoffe für Infrastrukturprojekte